Bullterrier

Der Bullterrier ist eine mutige mittelgroße Hunderasse aus Großbritannien. Der Bullterrier ist im FCI als eigenständige Rasse anerkannt und findet sich im Verzeichnis des FCI in der FCI-Gruppe 3 Terrier, in der Sektion 3 Bullartige Terrier ohne Arbeitsprüfung mit der Standard Nr. 11.

Herkunft und Rassegeschichte.
Der Bullterrier stammt aus Großbritannien. In seinem Heimatland wurde die Rasse ursprünglich als Bullen- und Dachsbeißer genutzt und war ein guter Wachhund. Die Geschichte des Bullterrier beginnt Anfang des 19. Jahrhunderts, damals wurde die weit verbreitete Englische Bulldogge mit heimischen Terriern gekreuzt. Das Ziel der Zucht war es, einen kräftigen und sehr mutigen Hund zu züchten, der nicht zu groß im Körperbau ist. Die mutigen und loyalen Hunde wurden bald in ganz Großbritannien bekannt und besonders die Mittelschicht schätzte die Tiere als Wachhunde und zum Schutz vor Ungeziefer. Leider wurden die Hunde immer wieder für Hundekämpfe missbraucht, die zur damaligen Zeit nicht illegal in England waren. Es wurde auf den Sieg der Tiere gesetzt oder auf die Zeit, welche sie im Ring verbringen. Erst 1835 wurden die grausamen Kämpfe verboten. Nach dem Verbot lebten die Bullis wieder als normale Familienhunde, die besonders in Großfamilien für ihr geduldiges und freundliches Wesen geschätzt wurden.

Offiziell anerkannt wurde die Rasse des Bullterrier erst im Jahr 1850. Damals setzte sich der Tierhändler James Hinks für die Rasse ein und versuchte erstmals die Hunde auch im Ausland bekannter zu machen. Dies führte dazu, dass der weiße Bullterrier zum Statussymbol im englischen Adel wurde. Noch heute gibt es Mitglieder der königlichen Familie, die weiße oder zumindest sehr helle Bullterrier besitzen und diese als Familienmitglieder schätzen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Rasse nochmals verändert, durch das Einkreuzen von Pointern und Dalmatiner. Diese sollten dem Bullterrier ein etwas schlankeres Aussehen geben und dennoch den geduldigen Charakter mit der niedrigen Hemmschwelle zu bewahren. In dieser Zeit war das Zuchtziel immer noch bei den reinweißen Bullterriern. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich Farbzulassung bei der Zucht und auch gefleckte und dunkle Bullis wurden zur Zucht zugelassen. Bei der Größe gab es keine genaue Vorgabe und es wurden zwei Linien gezüchtet, der große Standard Bullterrier und der kleine Miniatur Bullterrier, der heute als eigenständige Rasse gilt.

Wesen & Charakter vom Bullterrier.
Der Bullterrier ist bekannt durch seinen freundlichen und ruhigen Charakter. Diese wesensstarken Hunde lassen sich nur schwer aus der Ruhe bringen und stehen ihrem Besitzer tapfer zur Seite. Als typische Terrier können die Bullterrier zur Dickköpfigkeit neigen, mit einer konsequenten und positiven Erziehung, lässt sich dies jedoch sehr gut steuern.

Der Bullterrier ist stark an seine Bezugsperson gebunden und wird als sehr liebevoll im Umgang mit der Familie und insbesondere der Kinder beschrieben. Die meisten Vertreter der Bullterrier sind sehr verspielt und interagieren gerne mit Menschen und anderen Hunden, wenn sie eine gute soziale Prägung erfahren haben. Für Anfänger ist der Bullterrier dennoch nicht geeignet, obwohl er ein absolut freundliches Wesen hat, ist seine leichte Dickköpfigkeit eine Hürde für Anfänger. Der Besitzer eines Bullterriers muss sich mit Hundesprache auskennen und wissen, wie er seinen Hund zur Mitarbeit bringt, ohne Druck anzuwenden. Bei Druck schaltet der Bullterrier meist komplett auf stur und lässt sich zu keinem Training mehr bewegen. Positive Bestärkung und ein Training mit viel Spiel ist genau das richtige für den arbeitswilligen Hund. Der Bullterrier liebt lange Spaziergänge und kann sich für Nasenarbeiten und Apportieren begeistern. Der Bullterrier besitzt einen Jagdtrieb, der aber nur gering ausgeprägt und durch den Besitzer leicht zu kontrollieren ist. Ein Schutztrieb ist ebenfalls vorhanden, wenn der Besitzer angegriffen wird, wäre der Bullterrier bereit diesen zu verteidigen und er würde sich tapfer jedem Gegner entgegenstellen, selbst bei einem Wildschweinangriff. Da er eine hohe Reizschwelle hat, reagiert er in Stresssituationen meist mit Ruhe und wägt seine Interaktionen gut ab. Dadurch ist er mit einer guten Prägung und Erziehung ein absolut freundlicher und kontrollierbarer Hund, der ein guter Begleiter und Familienhund darstellt.

Aussehen des Bullterriers.
Der Bullterrier ist ein kräftiger mittelgroßer Hund, der einen charakteristischen eierförmigen Kopf besitzt. Sein Körper sollte schlank sein, mit definierten Muskelpartien und einem sicheren Stand. Der Standard Bullterrier hat im Durchschnitt eine Größe von 45 bis 55 cm. Es gibt noch den Miniatur Bullterrier, der als eigene Rasse gilt und eine Größe von maximal 45 cm aufweist. Je nachdem wie trainiert der Bullterrier ist, kann das Gewicht variieren. Zwischen den Geschlechtern gibt es jedoch kaum einen Unterschied im Gewicht oder der Größe. In der Regel besitzt der Bullterrier ein Gewicht von 24 bis 30 Kilogramm.
Da lange Zeit der rein weiße Bullterrier gezüchtet wurde, ist das Bild des weißen kräftigen Hundes immer noch fest in den Köpfen der Leute und der weiße Bullterrier wird oft bevorzugt. Dennoch gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Fellfarben, die im Rassestandard anerkannt sind. So gibt es die Farben weiß, geströmt, schwarz, rot rehbraun und tricolor. Das Fell des Bullterriers ist kurz und glatt und sollte den Körper ebenmäßig bedecken. Längeres Fell gilt in der Zucht als unerwünscht.

Die passenden Aktivitäten für einen Bulli.
Zur Auslastung der Bullterrier ist Bewegung essenziell.
Ein Bullterrier ist ein sehr verspielter und aktiver Hund, der neben einem guten Training auch viel körperliche Auslastung braucht. Er liebt lange Spaziergänge mit der ganzen Familie, dabei orientiert er sich beim Freilauf sehr an seinen Menschen und bleibt immer in ihrer Nähe. Um dem Bewegungsbedarf gerecht zu werden, ist es sinnvoll, eine oder mehrere sportliche Aktivitäten mit dem Bullterrier zu betreiben. Radtouren, Joggen oder die Begleitung am Fahrrad sind optimal für den Bullterrier. An Hundesportarten kann der Bulli ebenfalls Freude finden. Dabei sollten die Besitzer jedoch darauf achten, den Hund nicht zu überfordern. Ideal hierbei sind alle Sportarten, die die Nase des Hundes beschäftigen. Suchspiele oder Fährtenarbeit liegen dem klugen und ausdauernden Hund.

Die Haltung des Bullterriers Da der Bulli sehr auf seine Menschen bezogen ist und die Gesellschaft der Familie genießt und braucht, eignet sich der aufgeweckte Hund nicht für die Zwingerhaltung. Durch sein wachsames Wesen kann er ein guter Wachhund sein, der Besucher meldet. Er sollte jedoch immer im Haus leben und ein fester Bestandteil der Familie sein. Da er im Haus ein sehr ausgeglichener Hund ist, der gut zur Ruhe kommt, würde sich der Bullterrier auch als Bürohund eignen, wenn der Chef einverstanden ist. Kinder, andere Hunde und Kleintiere sind kein Problem für den Bullterrier. Wenn er früh mit allen Dingen vertraut gemacht wurde, wird er immer ruhig und friedlich agieren und ein guter Spielgefährte für die Kinder sein.

quelle: edogs.de

Geschichte der Bullterrier bei Laureola.